Mit dem Hund lernen
Grundlagen
Hundeerziehung ist Selbsterziehung.
Nicht der Hund soll die Führung des Rudels übernehmen. Die Folge sind meist
Vierbeiner, die Herrchen oder Frauchen gassi führen statt umgekehrt, die wie
selbstverständlich allein entscheiden, wann wer oder was verteidigt wird
(zum Beispiel der geliebte Platz in der Sofaecke, der selbst gegen Herrchen
knurrend geltend gemacht wird).
Wir übernehmen auch für unseren Hund die Führung des Rudels, und bieten
ihm bei konsequent-liebevoller Erziehung genau das, was wir auch von ihm
erwarten: Wir sind gerade wegen unserer höheren Rudelstellung für den Hund
ebenso ein gut sozialisiertes Mitglied der Gemeinschaft wie er für uns.
Das Ziel unserer Ausbildung ist es, in der Öffentlichkeit ein unproblematisches Team
zu sein, dass der Hund sich an uns orientiert und sich fremden wie auffälligen Personen
und Situationen gegenüber neutral verhält, weil er uns als souveränen Rudelführer
akzeptiert und entsprechend vertraut.
Hundeerziehung fängt für uns schon früh an: Ab der achten Woche, also wenn
der Welpe sein neues Rudel gerade kennenlernt, beginnen wir in der Welpenstunde
mit der wichtigen Sozialisation. Schon hier steht neben dem Freilauf und der
Sozialisation im Welpenspiel der Aufbau des Vertrauens untereinander auf dem
„Stundenplan“ – gemeinsam werden altersgemäß schon kleine Aufgaben gemeistert,
die die Grundlage für ein starkes Team von Hund und Mensch und das Erreichen
von höheren Zielen in der weiteren Zukunft bilden.
Die Sozialisation unserer Welpen bedeutet hierbei nichts anderes als das Heranwachsen
und –reifen vom „Jungspund“ zum vollwertigen Mitglied der Gemeinschaft – zum
erwachsenen Hund. Wie bei Kindern, die auch in der Schule, zu Hause oder beim
Spiel mit Gleichaltrigen erfahren, welche Verhaltensweisen zu Erfolg oder Misserfolg
führen – sie in die Gemeinschaft integrieren oder auszugrenzen drohen – so lernen auch
unsere Hunde Tag für Tag, sich ins Hund-Mensch-Rudel zu integrieren. Sowohl
untereinander als auch im Umgang mit dem Menschen.